Wissenswertes

Die Geschichte

Vom Altertum bis der Stadtgründung

Zwischen 500 und 15 vor Christus besiedelten keltische Stämme das Alpenvorland. Sie wurden 15 v. Chr. Von den Römern besiegt, die die Region der Provinz Rätien zuschlagen. 488 n. Chr. nach wiederholten Germaneneinfällen wurde Rätien vom Römischen Reichaufgegeben. Germanen und hier verbliebene Römer verschmelzen zur Stammesgruppe der Baiovarii. Mit dem Tod des Königs Theoderich im Jahr 526 zerfiel das Ostgotenreich. Und Bayern wurde einer der ersten Staaten des postantiken Europas.

Der der Ursprung Münchens verbarg sich wahrscheinlich im Petersbergl. Hier hatten die Mönchen aus dem Kloster Tegernsee eine Niederlassung vermutlich schon im 8. Jahrhundert. Weil aber keine annähernd bestimmbare Zeitangabe der ersten Besiedlung bekannt ist, wurde als Gründungsjahr Münchens das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung festgesetzt und zwar 1158: Heindrich der Löwe, der Herzog von Bayern und Sachsen, mit seinem Troβ wollte die damalige Isarbrücke bei Oberföhring reiten, als die Zöllner den hier übichen Zoll von ihm einforderten. Heinrich wütete, er hatte das Herzogtum Bayern erst vor zwei Jahren erhalten. Verständlich, daβ er in eigenem Land nicht zahlen wollte. Er schlug alles zusammen und in Brand setzte. Aber die Brücke war Eigentum seines Vetters und das hätte auch Heindrich zur Kenntnis nehmen müssen. Er gab aber nicht so nach, sondern verlegte Markt und Münze nach Munichen. Hier lieβ er eine Brücke über die Isar am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln BrückeMünchen bauen und legte damit den Grundstein für die spätere Stadt München.

13.-15. Jahrhundert

1214 wurde München erstmal als Stadt erwähnt. in dem kleinen Mauergürtel lebten an die 2000 Menschen.

1240 München fiel an das Haus Wittelsbach, das von nun an hier herrschte und 1255 machten sie die Stadt zu ihrer Residentstadt. 1327 vernichtete ein Brand ein Drittel der Stadt.

1328 Herzog Ludwig IV., „ der Bayer“ aus dem Hause Wittelsbachwurde zum Kaiser des Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gekrönt. München stieg somit zur kaiserlichen Residenzstadt auf. Ludwig IV. stärkte Stellung der Stadt, indem er ihr das saslzmonopol zusprach und damit für zusatzliche Einnahmen sorgte.

Für den Fall des bedrohenden Ansturms der Hussiten wurde 1429 die Stadtbefestigung durch einen äußeren Mauerring verstärkt. 1442 wurden die Juden aus der Stadt vertrieben. Im Jahre 1468 wurde der Grundstein zu der neuen Marienkirche „Frauenkirche“ gelegt, deren Bau zwar nur zwanzig Jahre dauerte, aber die erst 1525 ihre charakteristischen runden Kuppeln erhält.

1487 erlieβ Herzog Albrecht IV. eine neue Brauordnung für München, die erstmals das sogenannte Reinheitsgebot für Bier enthielt, wonach Bier aus nichts anderem als aus den drei Zutaten Wasser, Malz und Hopfen gesotten werden dürfte.

Zeit der Gegenreformation

1505 wurde München die Hauptstadt von Bayern.

Die Lehre Martin Luthers traf sich in München anfangs mit einer gewissen Sympathie. Doch nach dem Wormser Reichstag 1522, wo Herzog Wilhelm IV. das erste bayerische Religionsmandat erlieβ - es war eine Zensur-Verordnung, die die Verbreitung und das Lesen von lutherischem Schrifttum unter Strafe stellte - konnte seine Lehre sich nicht mehr durchsetzen und wurde in den folgenden Jahrzehnten stark verfolgt. Vor allem auch durch das Wirken der Jesuiten wurde München die Stadt der Gegenreformation. 1559 hatte Herzog Albrecht V. durch die Jesuiten wieder ein neuer Orden nach München erstmals seit dem 13. Jahrhundert gerufen. Sie hatten unter anderem die Aufgabe durch die Unterweisung von Schülern und durch öffentliches Propagandavorgehen wie monströse Theateraufführungen mit biblischen Themen im Freien aufklärend für den alten, den katholischen Glauben, zu wirken. Bereits ein Jahr später eröffneten sie das erste Münchner Gymnasium. Die Stadt wurde, neben Augsburg und Prag, zu einem kulturellen Zentrum.

Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen

1632 im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) eroberte König Gustav Adolf von Schweden die Stadt. München bezahlte ein hohes Lösegeld und stellte Geiseln , um seiner Zerstörung zu entgehen. München überstand den Krieg jedoch relativ unvernichtet. Zum Dank lieβen die Müncher die Mariensäule auf dem Marienplatz aufstellen.Wenig später brach die Pest aus und ein Drittel der Bevölkerung kam ums Leben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erholte sich München aber schnell und öffnete sich unter Kurfürst Ferdinand Maria dem italienischen Barock.

18. Jahrhundert

1704 besetzten die Habsburger München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre, da sich Kurfürst Maximilian II. Emanuel mit Frankreich verbündet hatte. Die Stadt wurde von össterreichschen Truppen besetzt. Der Kurfürst Max II. Emanuel floh nach Brüssel in die Verbannung.

25.12. 1705 wurde der Aufstand der Bürger und Bauern gegen die Besatzung in der Sendlinger Mordweihnacht blutig niedergeschlagen.

1714 kehrte Max II. Emanuel aus dem Exil in Niederlanden und Frankreich zurück.

Nach dem Tod von Kaiser Karl VI. in Wien brach ein Kampf um die Kaiserkrone mit seiner Tochter Maria Theresia aus, weil der Kaiser keinen männlichen Erben hinterlassen hatte. Deshalb gelangte es 1741 zum Krieg Bayerns mit Österreich und in dessen Verlauf nach der 1742 erfolgten Wahl des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht zum Kaiser Karl VII. Albrecht erneute die Besetzung Münchens durch die Österreicher, die bis 1744 währte.

1777 starb der Kurfürst Max III. Joseph ohne legitimen männlichen Erben. Dadurch ersterbte das altbayerische Herrschergeschlecht der Wittelsbacher und es erbte nach einem alten Hausvertrag die pfälzische Linie mit dem Kurfürsten Karl Theodor, der mit seinem gesamten Hofstaat von Mannheim nach München übersiedelte.

Weil die Stadtbefestigung das Wachstum der Stadt behinderte, wurde sie 1791 entfernt.

19. Jahrhundert

In Folge des Konkordates zwischen Bayern und dem heiligen Stuhl in Rom aus dem Jahr 1817 wurde der Bischofssitz von Freising nach München verlegt und das Bistum zum Erzbistum erhoben wurde. Die Münchner Frauenkirche wurde erzbischöfliche Kathedrale. Im ganzen neunzehnten Jahrhundert erlebte die Stadt eine blühende Epoche, die Bewohnerzahl wuchs rapide und München wurde zum Kulturzentrum der weiten Umgebung. 1893 hatte München die beste Straβenbeleuchtung Europas. Im Jahr 1900 hatte München schon 500 000 Einwohner und war eiterhin die drittgröβte Stadt Deutschlands nach Berlin und Hamburg.

Die Schicksalsaugenblicke des 20. Jahrhunderts

Im 1. Weltkrieg entwickelten in München neue Industrien für den Bedarf an Rüstungsgütern. Die Stadt wurde aber auch bei drei französischen Luftangriffen durch Bomben getroffen, die aber zum Glück keine größeren Schäden anrichteten.

Am 8. November 1918 verlautbarte Kurt Eisner das Haus Wittelsbach für abgesetzt. Er rief die Bayerische Republik aus und führte unter anderem das Frauenwahlrecht ein. Im ein Jahr am 21. Februar 1919 wurde Eisner erschossen. Als Folge wurde von anarchistichen und sozialdemokratischen Kräften die Räterepublik Bayern ausgerufen. Bereits im Mai 1919 wurde diese aber von Reichswehr und Freikorps blutig niedergeschlagen. 1923 erklärte Hitler in München die Reichsregierung für abgesetzt. Diesen so genannten Hitlerputsch beendete die bayerische Polizei vor der Feldherrnhalle, wo vier Polizisten und 14 Demonstranten ums Leben kamen. Hitler wurde zu nur fünf Jahren Festungshaft verurteilt.

1938 wurde in München das Münchener Abkommen unterzeichnet, in dem die Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und des Deutschen Reiches abstimmten, dass das deutschsprachige Sudetenland von der Tschechoslowakei zum Deutschen Reich anschließen sollte.

1943 führten die Mitglieder der studentischen "Weiße Rose" eine Widerstandsbewegung, sie wurden hingerichtet.

23.4. 1945 marschierten die amerikanische Truppen in München ein. Während des Zweiten Weltkrieges war der Altstadt Münchens aus zirka 90 Prozent zerstört und die Bevölkerungszahl sank von 824.000 auf 479.000 Einwohner.